Einkauf & Kennzeichnung

Etiketten lesen, Werbeaussagen einordnen

Verpackungen liefern Pflichtangaben und Marketing zugleich. Mit einer festen Reihenfolge lässt sich beides besser trennen.

In fünf Schritten durch die Verpackung

  1. Produktbezeichnung: Sie sagt häufig mehr über die Art des Lebensmittels als der Markenname.
  2. Zutatenliste: Zutaten stehen grundsätzlich in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils.
  3. Allergene: Kennzeichnung hervorheben und bei Unsicherheit nicht allein auf die Vorderseite vertrauen.
  4. Nährwerttabelle: Werte pro 100 g oder 100 ml vergleichen; Portionsangaben zusätzlich prüfen.
  5. Datum und Lagerung: Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum nicht verwechseln.

Pro 100 und pro Portion

Die einheitliche Bezugsmenge pro 100 g oder 100 ml erleichtert den Vergleich. Eine freiwillige Portion kann realistisch sein, muss aber nicht der eigenen Menge entsprechen. Wer vergleicht, sollte deshalb dieselbe Bezugsgröße verwenden.

Mindesthaltbar ist nicht automatisch ungenießbar

Das Mindesthaltbarkeitsdatum beschreibt, bis wann bestimmte Eigenschaften bei richtiger Lagerung zugesichert werden. Ungeöffnete Produkte können danach noch geeignet sein; Aussehen, Geruch und gegebenenfalls eine kleine Kostprobe helfen bei der Beurteilung. Beim Verbrauchsdatum ist besondere Vorsicht geboten.

Gesundheitsbezogene Aussagen

Aussagen auf Verpackungen sind rechtlich geregelt, ersetzen aber nicht den Blick auf das ganze Lebensmittel und die gesamte Ernährung. Ein hervorgehobener Nährstoff macht ein Produkt nicht automatisch zur besseren Wahl.

Herkunft genau lesen

Herstellungsort, Sitz des Unternehmens und Herkunft der Hauptzutat können verschieden sein. Wer regional einkaufen möchte, sollte auf die konkrete Formulierung achten und im Zweifel nachfragen.